

wenn man im leben ein bisschen zurückblättert, und das eine und andere wieder hervorkramt, haben die bilder oft mit anlaufstellen zu tun.
in luzern das hotel balance, in dem die ersten vorstellungen von emil steinberger stattfanden, zu denen die druckerei lay die programme organisierte. oft in letzter minute, mit weissen handschuhen angeliefert, weil das geld für drucklack gegen fingerspuren fehlte. ausserdem das stadttheater luzern, das kino modern und die hofkirche mit ihren orgelkonzerten.
in bern die von werdt-passage, das altehrwürdige kino splendid und die weinhandlung seiler, weiter draussen beim spitalacker auch das abc mit seinen nachtvorstellungen am freitag und samstag in konkurrenz zum eiger. krompholz mit seiner phonoabteilung wäre eine eigene geschichte wert. selbstverständlich auch claves in thun, der loeb-egge mit seinem image von «ewiger liebi».
in aarau pastorini, der affenkasten, in dem wir uns regelmässig zum feierabendbier getroffen haben, die laterne, der schlapphuet von louise, das altersheim golatti...
das eine oder andere existiert noch, verschwunden ist vor allem das, was mit personen zusammenhängt, das individuelle, unverwechselbare und für die zeit und den ort ganz typische. die kleinen features, die wir dazu zusammentragen, werden untereinander einen bezug haben, also werden wir sie in einem eigenen verzeichnis notieren.
im bild: hotel balance, luzern,
aufgenommen im sommer 2011. wir sind schliesslich kein museum.